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Forschungsetat ist den aktuellen globalen Krisen nicht angemessen

Pressemitteilung zur Aufstockung der Mittel zur Nachhaltigkeitsforschung im Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für das Jahr 2021

Die Aufstockung der Mittel zur Nachhaltigkeitsforschung im Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für das Jahr 2021 (Bundestag-Drucksache 19/22600, Einzelplan 30) wird den Herausforderungen der globalen Krisen wie dem Klimawandel oder dem Artensterben nicht gerecht. Der Haushalt des BMBF wird heute am 1. Oktober 2020 im Deutschen Bundestag debattiert.

„Die Bundesregierung setzt in der Hightech-Strategie und der Innovationspolitik die falschen Schwerpunkte. Wir brauchen mehr Investitionen in eine gesellschaftliche sozial-ökologische Transformation. Dies muss sich im Etat des BMBF in den Bereichen Nachhaltigkeit und soziale Innovationen stärker niederschlagen.“ kritisiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Der Haushalt des BMBF umfasst über 20 Milliarden Euro unter anderem für Forschungsprojekte und Forschungseinrichtungen. Auf den Bereich „Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ entfallen hiervon lediglich 776 Millionen Euro. Trotz eines Anstiegs von 200 Millionen im Vergleich zu 2020 (2020: 573 Millionen Euro) wird dies nicht ausreichen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen. So wird hierin etwa der Bereich „Gesellschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit“ mit lediglich 54 Millionen Euro gefördert. An anderer Stelle wird ein Ausgabenbereich „Wissenschaftskommunikation, Partizipation, Soziale Innovationen“ auf lediglich 17,65 Millionen Euro aufgestockt (2020: 17,45 Millionen Euro). Ausgaben für neue Technologien sowie für Innovationen in den Lebenswissenschaften dagegen belaufen sich auf über 2 Milliarden Euro.

„Das BMBF will seit langem verstärkt die Forschung für Nachhaltigkeit und soziale Innovationen fördern. Diesem Anspruch wird der vorgelegte Haushalt nicht gerecht.“, resümiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Die Pressemitteilung kann im Anhang heruntergeladen werden.