Sektorkopplung in Kommunen (2020-2023)

Über das Projekt

Im Fokus des Projektes „ZuSkE“ – kurz für „Die Zukunft der Sektorkopplung auf kommunaler Ebene (ZuSkE) – gemeinsam gestalten, bewerten und handeln“ steht die inter- und transdisziplinäre Bewertung kommunaler Sektorkopplungsstrategien, sowie die nutzerzentrierte, partizipative Entwicklung von Kommunikationstools für Akteure auf kommunaler Ebene!

Der Begriff Sektorkopplung beschreibt die verstärkte Vernetzung der Bereiche Strom, Wärme, Kälte, Industrie und Mobilität. Die deutliche Reduktion des Energiebedarfs, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die verstärkte Sektorkopplung sind zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende und damit für das Erreichen der Klimaziele aus dem Pariser Klimaschutzübereinkommen.

Kommunen sind Schlüsselakteure für diesen tiefgreifenden Umbau des Energiesystems hin zu einem klimafreundlichen Energiesystem. Durch ihre Vernetzung mit lokalen Akteuren können sie für die Umsetzung der Energiewende einen wichtigen Beitrag leisten. Dies betrifft auch und insbesondere eine verstärkte Sektorkopplung. Verfügbare Optionen und Technologien für eine Vernetzung der verschiedenen Sektoren Strom, Wärme, Kälte, Industrie und Mobilität sind allerdings vielfältig und komplex. Darüber hinaus sind bei der Kopplung von Sektoren verschiedene Akteure beteiligt, wie etwa Stadtwerke, lokale Mobilitätsanbieter, Energie- und Baugenossenschaften, weitere Unternehmen, Stadtverwaltung und auch die Bürger*innen, die in einem gemeinsamen Vorgehen an der Transformation des Energiesystems arbeiten.

Das Verbundvorhaben ZuSkE zielt vor diesem Hintergrund zum einen darauf ab, kommunale Sektorkopplungsstrategien inter- und transdisziplinär zu entwickeln und zu bewerten. Zum anderen steht eine nutzerzentrierte, partizipative Entwicklung von Kommunikationstools für lokale Akteure im Zentrum des Vorhabens, um die Kommunen im Transformationsprozess (und darüber hinaus) zu unterstützen. Das Projektes soll darüber hinaus sicherstellen, dass Methodik und Prozessdesign auf andere Kommunen übertragbar sind.

Das Projekt wird anhand von drei Beispiel-Kommunen unterschiedlicher Größe und regionaler Gegebenheit durchgeführt:

  • Walldorf in Baden-Württemberg mit ca. 16.000 Einwohner*innen
  • Freilassing in Bayern mit ca. 16.000 Einwohner*innen
  • Berlin mit ca. 3,75 Millionen Einwohner*innen.

Im Verbundprojekt forschen unter Leitung des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. und die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende.

Über unsere Arbeit im Projekt

Schwerpunkt unserer Tätigkeiten im Projekt ist die Erstellung einer Zukunftsbox, die Kommunen dabei unterstützt, zusammen mit lokalen Akteuren und Bürger*innen eine kommunale Sektorkopplungsstrategie zu erarbeiten. Diese Zukunftsbox ist ein „Materialkoffer“: Dieser bietet eine didaktische Hilfe für Inhalte zum Thema Sektorenkopplung und motiviert die lokalen Akteure in einer Kommune, sich ko-kreativ mit komplexen Technologiethemen zu beschäftigen. Gemeinsam mit den Kommunen wird die Zukunftsbox entwickelt, getestet und angepasst, damit die Inhalte die Kommunen wirksam unterstützen. Die Zukunftsbox wird den Kommunen zum Abschluss des Projektes für ihre weitere Arbeit in der Kommune zur Verfügung gestellt. In einer von der Forschungswende organisierten Abschlusskonferenz mit allen Kommunen werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den kommunalen Strategien diskutiert und reflektiert sowie der Transfer der Kommunikationstools, wie der Zukunftsbox, auf andere Kommunen angestrebt.

Projektinformationen

Projektzeitraum: November 2020 bis Oktober 2023

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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